Vorweg: In Bezug auf Oskar Lafontaine finde ich bei weitem nicht so schnell so viel Widersprüchlichkeiten als bei den meisten anderen Politkern. Dennoch sollte ich der Fairness halber und meinem Grundsatz entsprechend auch bei den LINKEN keine Ausnahme machen.
Ich bin heute mehr durch Zufall auf etwas aufmerksam geworden.

Habe das damals gar nicht mitbekommen, dass Sixt da von Lafontaine verklagt wurde.
Ich empfinde die Höhe von 250.000 Mark, auf die Herr Lafontaine da geklagt hat mehr als übertrieben. Als Person des öffentlichen Interesses muss man damit rechnen, dass auch so etwas gemacht wird.
Wenn ein finanzieller Vorteil dadurch entsteht, ok... dann sehe ich ein, dass man das nicht einfach so ohne Genehmigung machen kann, ich sehe auch ein, dass dann eine entsprechende Summe von Sixt bezahlt wird... aber 250.000 Mark? In welchem Verhältnis steht das denn? Und - und das ist letztlich für mich der Punkt - zeigt sich dadurch eine Tendenz, welchen Interessen der Kapitalismus-Kritiker Lafontaine fast sechs Jahre lang intensiv nachging?
Das geilste daran ist ja noch folgendes:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,445015,00.html
Sixt wollte 100.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen, doch Lafontaine blieb stur. So verlor er letztlich den gesamten Prozess, da er als Person des öffentlichen Interesses natürlich damit rechnen muss, dass sein Bild verwendet wird.
Und - muss man auch mal erwähnen - selbst Merkel hat diesbezüglich mehr Lässigkeit bewiesen.
http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,406352,00.jpg
...und Merkel muss sich in der Hinsicht ja wirklich mit noch wesentlich heftigeren Missbräuchen ihres gar liebreizenden Antlitzes abfinden.
Da stelle ich mir die Frage, ob da Oskar - oder auch "Napoleon von der Saar" (wie er bei uns gerne genannt wird... der Ausspruch stammt übrigens auch nicht von mir. :-) ) nicht irgendwann Opfer seines eigenen riesigen Egos wird, zumal ich - als Musiker - auch schon des öfteren gehört habe, wie sich zu Zeiten, als er noch Ministerpräsident des Saarlandes war... unser "Landesvater" auch mal gerne die Freunde in grün zu Hilfe nahm, wenn die Gigs in seiner näheren Umgebung zu laut wurden... soooo nah will man den Pöbel dann wohl doch nicht bei sich haben.
Ich empfinde das dann als eine Doppelmoral, einerseits "linke" Ansichten zu propagieren, letztlich aber doch konservativ, bieder und humorlos mit solchen satirischen Inhalten umzugehen und vor allem das löbliche Angebot von Sixt auszuschlagen zugunsten eigener finanzieller Interessen... denn wenn es nur um seine Wahrung des Persönlichkeitsrechtes ginge, dann hätte er dem genüge getan, wenn Sixt die Zahlung von 100.000 Euro an eine Arbeitsloseninitiative getätigt hätte... aber nein, da wäre Sixt ja womöglich noch linker als der linke Chef... so was linkes aber auch.

Deine Seite ist ganz lustig.
Aber die Von der Leyen nervt, wenn man ein netbook hat.
Immer im Text.... Ansonsten gut.
Nimm die Tante auf die rechte Seite. Paßt Sie auch irgendwie besser. Danke
Mfg