Ich liebe es, wenn es Tage gibt, an denen ich mir darüber bewusst werde, wie leicht es ist, irgend etwas zum ersten Mal zu tun... dabei könnte man das jeden Tag haben.
So habe ich heute einen Streifzug durch mein ländliches, großes Gelände hinter dem Haus gemacht und festgestellt, dass ich unzählige essbare Wildkräuter da habe... habe letztes Jahr ja damit angefangen, Kartoffeln zu pflanzen und wollte bei dem Kulturgemüse jetzt auch eigentlich weiter machen. Noch nie habe ich mir Gedanken darum gemacht, was da nebenan sonst noch so alles blüht.... dass man Löwenzahn essen kann ist mir natürlich klar, aber es ist faszinierend zu sehen, wie neben dem, was man eigentlich anbauen wollte das blüht, was viel widerstandsfähiger, kräftiger und ohne mein eigenes Zutun gewachsen ist... Pionierpfalnzen, die den kargsten Boden bewachsen und sich verbreiten... und über den Nutzen war ich mir nicht bewusst... ich freute mich statt dessen an den mühsam angepflanzten Kartoffeln und habe bis heute nicht daran gedacht, dass ich mich gar nicht anstrengen müsste, um im Ernstfall überleben zu können... bis heute.
Unkraut und Revolution... wer die Allegorie versteht, wird wissen, was ich damit meine. :-)
Rogilla

Genau dasselbe habe ich auch erlebt, dieses Frühjahr. Ich hab mich von Brennesselspinat ernährt und gesehen, wie viel ich von all dem "Unkraut" essen kann und es ist auch noch sehr gesund. Kühe,Schafe und Rehe essen es schließlich auch...
Rosa